Freitag, 15. Februar 2019

Nur 1 Jahr Vorlauf

Manche Projekt dauern von der Idee bis zur Umsetzung nur Tage, mache Monate, ander Jahre. 
Bei diesem Kleid betrug die Vorlaufzeit ein knappes Jahr. Ich bin sehr zufrieden damit!



Für meine Kollegin habe ich im Herbst ein Kleid genäht und von Ihrer Anfrage, ob ich es tun würde bis zum fertigen Stück verging weniger als ein Jahr. Bei ihrem Mantel war es damals anders, da lag die Spanne bei 2,5 Jahren ;-) 





Nachdem ich grundsätzlich zugesagt hatte, musste der Schnitt gewählt werden. Die Mittagspause wurde ins Restaurant verlegt und ca. 10 Schnittmuster auf dem Tisch ausgebreitet. Es war eine große Überraschung für mich, dass es anderen Menschen u.U. schwer fällt, sich anhand der Zeichnung das eigene Kleid vorzustellen. 

Mit etwas Mühe und Zureden wurde die Auswahl eingegrenzt und dann schließlich ein Favorit gekürt. 

(den Saum auf dem hellen Teilstück habe ich mit hellem Garn genäht, auf dem dunklen Stoff mit dunklem Garn)


Im Sommer kauften wir den Stoff, da zwei Farben zu kombinieren waren, dauerte auch hier die Entscheidung und endete mit dem Satz "suchen Sie mal was aus" . Die Wahl fiel auf Romanitjersey in dunkellila und hellflieder.

Aus einem Bestandsstoff fertigte ich das Probemodell, Schultern schmaler, Ärmel schmaler, Brustlinie anpassen das wars im Wesentlichen und Anfang November war das Kleid dann fertig.


Der Schnitt ist von Vouge 9017, genäht wurde Gr. 12/14 mit leichter Anpassung in der Taillie.

Meine Kollegin leitet die Buchhaltung bei uns im Haus, und hat extra nachgefragt wie lange ich an dem Kleid gearbeitet habe: Also hier für alle Zahlenfreunde:

1,00 h Schnittauswahl
0,50 h Stoffauswahl
0,25 h Maß nehmen
1,50 h Schnitt abpausen
0,50 h Zuschnitt Probemodell
3,00 h Nähen Probemodell
0,50 h Anprobe Probemodell
1,5 h Zuschnitt Kleid und Futterstoff
3,00 h Oberkleid
2,00 h Futterkleid
0,50 h Anprobe
1,50 h anpassen, bügeln, säumen
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15,75 h gefüttertes Kleid aus Romanitjersey mit Reißverschluss




Das Kleid sitzt und gefällt und wird getragen. 
Immer schön, wenn ich die Kollegin damit auf dem Flur sehe und noch schöner, wenn der Chef ihr ein Kompliment zu dem Kleid macht und dann die Geschichte dazu erzählt wird ;-)




Als Gegenleistung für das Kleid bekam ich einen Opernabend. Letzte Woche lauschten wir der Oper Carmen in der Hamburger Staatsoper. Ein sehr schöne Inszenierung, die sich anzuschauen und anzuhören lohnt. 

Ich wünsche Euch ein sonniges Wochenende! 

Mittwoch, 6. Februar 2019

Die Jacke für Hosen / MMM


Beste Gelegenheit um meine neue Jacke zeigen. 
Hüftlange Jacken passen nicht unbedingt zu Kleidern, aber frau trägt auch nicht jeden Tag ein Kleid, also ist es gut eine Jacke für die Hosentage im Schrank zu haben. 


Diese Jacke ist ein reines Stoffdiät-Projekt. Der helle Wollstoff stammt noch aus dem Jahr 2012
als ich mir mutig einen Mantel nähen wollte, der nie vollendet wurde. Und auch das Innenfutter wurde aus den Beständen genäht. 

Der Schnitt ist neu und von Vogue. Schnitt 9133.

Bildquelle: schnittmuster.net



Schwierig zu nähen ist die Jacke nicht. Am längsten habe ich mich an den Taschen aufgehalten, die ich unsichtbar von innen mit der Nähmaschine angenäht habe. Bei Yvonet habe ich ein Tutorial dazu gefunden, bis zu einem passablen Ergebnis wurde dann noch viel Heftgarn gebraucht und der Nahttrenner.... im vierten Anlauf hatte ich dann den Bogen raus. 

Ich schätze die Vogue Schnitte wegen der feinen Details. Schulterabnäher ....


 .... Ärmelabnäher und jede Menge Markierungen, die das nähen erleichtern.


Den Futterschnitt habe ich selber gemacht, die Jacke wäre sonst ungefüttert. Der Korpus hat ein Steppfutter (Rest vom blauen Novembermantel) die Ärmel haben ein dreilagiges Futter aus Seide, Baumwollflanell, Seide..... Auf diese Weise kann ich 4,20 Meter Stoffverbrauch für die Jacke  verbuchen.



 
Zum Fotografieren waren wir an der Steilküste.  


Und hier sieht man den schönen Kragen nochmal deutlich. Das beste ist: der Kragen ist einfach zu nähen und macht ne Menge her ;-)


Ich bin gespannt was die anderen Damen heute tragen. Auf dem MMM Blog ist der Laufsteg eröffnet. Vielen Dank an das Team vom MMM für die Organisation!

Dienstag, 29. Januar 2019

Gemütlich

Gemütlich geht es am Wochenende bei mir zu, jedenfalls meistens. Da mache ich es mir nach dem Frühstück auf dem Sofa bequem ....

 .... so richtig schön bequem im neuen Schlafanzug!



Den Karostoff, ein schöner Baumwollflanell nahm ich in 2017 bei Kölner Nähbloggertreffen vom Tauschtisch mit. Schöne Farben, tolle Stoffqualität.


 Für einen langärmligen und langbeinigen Schlafanzug brauche ich fast 2,50 Meter Stoff, der Flanell lag nur etwas über 2 Meter. Also fügte ich bordeaux-farbenen Baumwollstoff hinzu. 



Das Oberteil ist nach dem Hemdblusenschnitt Bethie aus einer alten Ottobre. Rückenpasse, normale Knopfleiste, Steg, Kragen und Manschetten - alles was eine Hemdbluse hat, hat auch mein Schlafi. Mag ich soo gern. 
Der Nacken ist schön warm, die Ärmel rutschen nicht hoch, und an der Knopfleiste krumpelt sich kein Beleg - wozu ein Schnittmuster für einen klassischen Schlafanzug kaufen, wenn mir der Schnitt einer Hemdbluse viel besser gefällt... Außerdem konnte ich so den Kontraststoff behutsam mit dem Hauptstoff kombinieren.

Am Schnittmuster für den Schlafi gespart .... da kann ich gleich noch Schnitte für neue Kleider ordern!
 

Leider habe ich die Vorderteile nicht einzeln zugeschnitten, sondern etwas nachlässig in doppelter Stofflage - tja das mit dem Pattern-Matching hat nicht so granz funktioniert.  Dafür passt das Sofakissen farblich zum Schlafanzug - frau darf Prioritäten setzen!

 Bei dem usseligen Januarwetter waren das Herzblatt und ich froh, für die Fotos nicht nach draußen zu müssen. Na immerhin gibt es hier und da schon erste Andeutungen von Frühling....


Stoffverbrauch für den Schlafanzug: 2,40 Meter.


Macht es Euch gemütlich!

Dienstag, 8. Januar 2019

Abrechnung Stoffdiät 2018


Ich bin gespannt wie es bei Euch ausschaut.
Ich hoffe sehr, dass Ihr dabei geblieben seid, obwohl das November-Update im Trubel des Bloggertreffens ausgefallen ist.

Als Vortänzer muss ich nun als Erste zum Rapport schreiten:

Ziel 1: der Stoffdiät 2018: eine Patchworkdecke für ein Kleid

Insgesamt 13 Patchworkdecken habe ich genäht, die Collage zeigt eine Auswahl. Mein Bestand an bunten Baumwollstoffen ist deutlich geschrumpft. Zwischenzeitlich ist mir neutraler Stoff für Zwischenstücke und Rückseiten ausgegangen - die liebe Valomea hat mich mit Nachschub versorgt. 15,5 m Baumwollstoffe sind in den Bestand gewandert.

13 Patchworkdecken : 15 Kleider 

Knapp geschafft würde ich sagen ;-)

Die Collage zeigt 10 der insgesamt 15 genähten Kleider. Ein Kleid hat nicht überzeugt und wanderte leider in die Tonne. 1 Kleid nähte ich für meine Schwester und 1 Kleid für eine Kollegin,
macht 12 neue Kleider in meinem Schrank.



 Ziel 2: Stoffabbau um 140 Meter. Hier die harten Fakten:



 vernähte Meter in 2018 nach Monaten
                              - 27,80     m            Januar
                               -20,95     m            Februar
                               -23,50     m            März
                               -19,75     m            April
                               - 8,60      m            Mai
                               -16,40     m            Juni
                               -19,05     m            Juli
                               -26,43     m            August
                               -17,35     m            September
                               -12,35     m            Oktober
                               -10,40     m            November
                               -17,45     m            Dezember
                               -220,03   m            Summe vernähter Stoffmeter in 2018

                                 87,55     m            gekauft in 2018
                                -9,00     m            verschenkt, entsorgt
                               -141,48   m            Summe Stoffabbau
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Neben Kleidern und Patchworkdecken nähte ich auch einige andere Projekte: Blusen, Hosen, Sweatshirts und Jacken.

.... und auch "Kleinkram" wie Kosmetiktaschen, Kuchentaschen, Einkaufstaschen, Unterwäsche und Kissen bringen etliche genähte Meter in die Statistik ein.
Der Gesamtstand meines Projektes Stoffdiät seit 2016.

2018 2017 2016
vernähte Meter -220,03 -266,00 -232,85
Zugänge in Metern 87,55 147,35 69,29
sonstige Abgänge -9,00 -45,90 -60,50
Stoffabbau -141,48 -164,55 -224,06

Mein Stofflager ist seit Beginn der Stoffdiät um 530,09 Meter geschrumpft.

Eine Ausgangsinventur habe ich damals aus gutem Grund nicht gemacht. Aktuell schätze ich meinen vorhandenen Bestand auf 60 bis 80 Meter, davon 30 Meter gute Bekleidungsstoffe. 30 bis 50 Meter sind also immer noch ungeliebte Reststoffe, die in Patchworkdecken oder anderen Projekten eine Verwendung finden müssen.


Die Stoffdiät geht auch in 2019 weiter!


Die ersten 4,20 m für eine Jacke komplett aus Bestandsstoff sind schon vernäht.  



Meine Ziele für die Stoffdiät 2019: 
Ende 2019 alle Baumwollreste/Patchworkstoffe verbraucht haben. 
1 Patchworkdecke für 1 Kleid bleibt als Nebenbedinung bestehen.
Stoffabbau um 50 Meter. 

Nun bin ich auf Eure Berichte und Erfahrungen gespannt!
Was waren Eure Ziele?
Wieviel habt Ihr geschafft?
Welche Pläne gibt es für 2019?

Die Linkliste ist bis zum 20.1. geöffnet. 



Donnerstag, 3. Januar 2019

Lieblinge 2018 / MMM

Einen fröhlichen Start in das Jahr 2019!!! 
Gesundheit, Zufriedenheit, Freude und immer genug Ideen für neue Nähprojekte wünsche ich Euch !

In guter Tradition ruft das MeMadeMittwoch Team dazu auf, die Lieblinge des vergangen Jahres nochmal ins Rampenlicht zu rücken. Keine leichte Aufgabe, darum helfen mir auch in diesem Jahr die folgenden Fragen:

a)  Ist das Lieblingsstück jenes, das am meisten getragen wurde? 

b) Oder jenes Kleidungsstück, dass beim Nähen am meisten Herausforderung/ Freude bzw. Stolz bereitet hat?

c) Oder jenes, dass die meisten Komplimente brachte? 

  d) Das Kleidungsstück mit dem ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt habe?

in der Kategorie am meisten getragen siegt der blaue Mantel. Er ist zwar erst Anfang November fertig geworden, wurden dann aber bis Weihnachten ohne Unterlass und mit viel Freude getragen.


in der Kategorie: Herausforderung beim Nähen siegt das Cord-Jeans-Kleid zum Nähbloggertreffen. Das Nähen war zwar denkbar einfach, aber aus dem knapp vorhandenen Stoff alle Schnittteile herauszuzirkeln, war wirklich knifflig. Es ist zudem ein reines Restekleid - nur Stoffe die lange im Lage waren, wurden verarbeitet.  



in der Rubrik: viele Komplimente siegt das fuchisafarbene Kleid mit Prinzessnähten und leicht ausgestelltem Rock. Das Kleid macht einfach gute Laune und frau sieht immer gut angezogen aus. Ganz dicht gefolgt vom Volant-Kleid nach Burda Schwanenkleid in blau und koralle.



Zu guter Letzt noch die Kategorie "lang gehegter Wunsch erfüllt". 
Auch hier gibt es zwei Sieger. 
Mit dem Weihnachtskleid habe ich endlich einen Schnitt umgesetzt, der auch eine Jacke enthält. 
Den Schnitt für das Jäckchen werde ich um 2 cm verlängern und dann auch für zukünftige Kleider nutzen. Einfach schön ein passenden Jäckchen zu haben. 



Das Sternenflotten-Kleid hat sich auch einen Lieblingsstatus in meinem Schrank erobert. Es ist ungewöhnlich in der Schnittführung und anders als meine "üblichen" Kleider. 

Ganz schön viele Lieblinge sind das - ein gutes Zeichen. 
Ich habe Kleidungsstücke genäht die gern und viel getragen werden und lange im Kleiderschrank bleiben dürfen. 

Eine ausführliche Rückschau auf die Jahresproduktion 2018 folgt bei der Abrechnung für die Stoffdiät 2018, in der nächsten Woche. Bin noch dabei die Zahlen zusammen zu rechnen und die verbliebenen Stoffvorräte zu sichten. 

Vorher jedoch schaue ich mir gern die Liebling der anderen Damen an. Die eindrucksvolle Galerie findet sich auf dem MMM Blog. Vielen lieben Dank an das Team für die Organisation! 

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Mein Weihnachtskleid 2018 / WKSA Finale

Der Gänsebraten ist verspeist, die Geschenke sind verschenkt und ausgepackt im Tannenbaum brennt schon die vierte Garnitur Kerzen (Wachskerzen mit echtem Feuer).... es wurde Roulette gespielt und gesungen und ein langer, schöner Film geschaut. 

Ich hoffe Ihr hattet alle so einen schönen Heilig Abend und ersten Weihnachtsfeiertag wie ich mit ganz viel Familie, stimmungsvollem Kerzenlicht und Gemütlichkeit. 

Da lässt es sich heute ganz wunderbar und entspannt durch die Galerie der Weihnachtskleider 2018 auf dem MMM Blog bummeln. 

Mein Weihnachtskleid 2018 ist aus petrolfarbenen Viskosekrepp genäht. Ein Ensemble aus schmalem Kleid und kurzer Jacke. 

Das Kleid ganz solo ohne Gürtel.  



Mit Gürtel mag ich es auch gern leiden, gibt der großen Farbfläche etwas mehr Kontur.



Sehr schön ist das kurze Jäckchen dazu. Das hält warm und gibt nochmal einen ganz anderen Look. 




Ich habe mich gegen bezogenen Knöpfe entschieden, nun habe ich zwar Rohlinge dafür daheim aber ich wollte doch einen kleinen Kontrast zum unifarbenen Stoff.


Fotografiert haben wir auf dem Hotelgelände vom Grand Hotel Heiligendamm .... da ist auch Meer im Hintergrund....


... jedenfalls wenn man die richtige Perspektive einnimmt ;-)


Vielen Dank an das alte und das neue Team vom MMM für die Organisation des Sew Along. 
Ein Weihnachtskleid zu nähen ist inzwischen eine meiner liebsten Weihnachts-Traditionen und beim großen Familienessen am ersten Feiertag hatte das Kleid seinen Auftritt und wurde gebührend bewundert. 

Ich wünsche Euch einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag und gemütliche Tage zwischen den Jahren! 

Mittwoch, 19. Dezember 2018

4. Treffen WKSA / Es wird!

Seit Sonntag schon werden die aktuellen Zwischenstände zum Weihnachtskleid auf dem MMM Blog gesammelt - heute früh konnte ich bei schlechtem Licht ein erstes Foto vom fast fertigen Ensemble aus Jäckchen und Kleid machen. 



Die gute Nachricht: Es wird! 
Nur noch Knöpfe und Knopflöcher dann bin ich fertig und kann mich fast so adrett kleiden wie die Damen auf dem Schnittmuster-Cover. 



Nun heisst es Daumendrücken, dass das Herzblatt seine schwere Erkältung überwindet und wir am Wochenende Fotos machen können. 
Bis dahin kann ich noch über entsprechend festliches Beiwerk zum Kleid nachdenken. 

Ich hoffe bei Euch läuft auch alles in die richtige Richtung. Gutes Gelingen für den Endspurt wünsche ich allen!
An Wiebke ein dickes Dankeschön für die vielen Jahre beim MMM Team. Den Staffelstab übernimmt Wolleliese, was mich ganz besonders freut, da ich sie seit dem Wechsel zu Insta leicht aus den Augen verloren hatte. Schön, dass Du dabei bist, liebe Doreen!