Mittwoch, 2. September 2020

Blumen-Kleid (MMM)

 Happy MeMadeMittwoch! 

Ich zeige heute eine wirkliche Rarität: ein Kleid mit Blumendruck. 


Kleider mit uni-Stoffen habe ich überwiegend, auch einige mit Karo und eines mit grafischem Muster.... aber Blumen.... das ist wirklich sehr selten. 

Während der heißen Tage im August hatte ich jedoch Lust auf Blumen und es gab auch eine passende Feierlichkeit, zu der ich das Kleid anziehen wollte. 



Für die Fotos fuhren wir am letzten Wochenende zum Gutshof Hohen Luckow - ganz erstaunlich was für ein schönes Anwesen das ist. Der Park ist riesig  ... da kann man sich direkt vorstellen, als Comtess zu früheren Zeiten durch den Park gewandelt zu sein bei sommerlichen Temperaturen auf der Suche nach etwas Schatten und Zerstreuung ;-) 





Der Schnitt ist ein Klassiker bei mir - das Burda-Schwanenkleid - leicht, luftig und ohne Schwierigkeit zu nähen (es war schließlich sehr sehr warm). Mit dem Blumenkleid füge dem Reigen meiner Schwanenkleider ein weiteres Exemplar hinzu. In meinen Kleiderschränken habe ich nunmehr 6 verschiedene Exemplare. Das letzte nähte ich im Sommer 2019 ... es war das Nixen-Kleid.


In diesem Sommer also Blumen und etwas mehr Weite im Schnitt, damit der luftige Stoff auch wirklich locker sitzt. Der Stoff ist ein Poly-Krepp, gefüttert mit leichtem Viskosestoff.

Im hinteren Teil des weitläufigen Parks tauschte ich Pumps und Gürtel gegen Sneakers ... das Kleid funktioniert auch sportlich. 

Bürotauglich ist das Kleid für mich nicht, jedoch eine schöne Wahl für private Anlässe weil es so beschwingt daher kommt. 





Ich freue mich auf den Bummel durch die MMM Galerie, vielleicht findet sich auch schon einiges an Inspiration für den kommenden Herbst - ich bin gespannt!

Mittwoch, 5. August 2020

Neue Ernte / MMM


Ich freue mich so sehr, dass ich heute wieder beim MMM dabei bin.

Im April, Mai hatte ich den Kopf so voll und fand keine Ruhe zum Nähen. Im Juni konstatierte ich die Corona-Pfunde auf meinen Hüften und legte Näh-Pläne für neue Kleider auf Eis (da liegen sie noch immer) aber seit ca. 4 Wochen macht es wieder Freude mit dem Nähen, jedenfalls ab und an und es fand sich auch ein Zeitfenster zum fotografieren.

Einige von Euch haben sich und mich schon gefragt wo ich abgeblieben bin - vielen lieben Dank für Eure Sorge! Das rührt mich sehr.

Während der Corona-Zeit fand ich Entspannung beim Brot-Backen. Das reizte mich schon länger und nun war die passende Gelegenheit tiefer in das Thema einzusteigen.





Die Backerfolge können sich sehen und schmecken lassen, was mir fehlte war eine schöne Schürze.

Aus rustikalem Leinenstoff nähte ich mir eine Wickelschürze, sowas wie ein Schürzenkleid, an dem man sich ganz hervorragend die mehligen Hände abwischen kann. Eine normale Schürze bedeckt die Hinterseite ja nur unzulänglich, darum habe ich mich für das kleiderähnliche Modell entschieden.
Der Schnitt ist von Simplicity G7107.




Der Praxistest ist bestanden! Der Spiegeltest auch, denn mir gefällt die Schürze getragen sehr sehr gut. Damit kann frau auch dem Postboten oder Nachbarn die Türe öffnen und schaut vorzeigbar aus.



Die Fotoidee mit dem Mehlstaub war der Anlass das Shooting aufs Kornfeld zu verlegen - wer will diesen Staub schon in der Küche. Es hat viel Spaß gemacht und die neue Ernte auf dem Halm scheint sehr gut zu werden - da lassen sich schöne Brote backen!

Der Schnitt passt gut und hat feine Details, wie die Brustabnäher aus dem Armloch heraus sowie vorn und hinten auch Taillienabnäher.


Also nähte ich kurzerhand aus einem vorhanden Blusenstoff ein weiteres Modell und nahm auch halblange Ärmel dazu. Ich bin ganz angetan davon - passt super über Jeans oder andere schlichte Beinkleider.



Ab morgen habe ich einige Tage Urlaub und werde als erstes gut gekleidet ein schönes Brot backen ;-)



Davor  jedoch werde ich in jedem Fall ausgiebig durch die MMM Galerie stöbern und mich inspirieren lassen. Die erste auf dem Laufsteg ist heute Ina Fitzladen in einen wundervoll sommerlichen Kleid.

Freitag, 24. Juli 2020

Sommershirt nach Burda 6695

Am letzten Sonntag bot sich nach langer Zeit endlich wieder die Gelegenheit für ein Fotoshooting mit dem Herzblatt.

Die letzten Monate waren für uns alle anders als gewohnt und der gewöhnliche Trott wurde ganz schön auf den Kopf gestellt. Umso mehr freue ich mich, dass nun langsam wieder die ersten Nähstücke entstanden sind und ich die Zeit an der Nähmaschine genieße.







Ein freundliches Ringelshirt passt zu vielen Gelegenheiten und so habe ich den neu gekauften Stoff binnen weniger Tage fix vernäht.

Der Schnitt ist für mich bewährt Burda 6695, mit kleinen Anpassungen.

Der hohe Wasserfallkragen ist gefällig.
Lässig aber ohne unerwünschte Einblicke. Der geschwungene Saum passt zu fast jeder Hose. Schnell, unkompliziert und doch mit einem gewissen Effekt.

Wenn der Kragen weicher fallen soll, muss man einen Viskosejersey vernähen, hier hatte ich einen sommerlichen Baumwolljersey.


Zusammenfassung:
Schnitt Burda 6695, Größe 38/40
Stoff: Baumwolljersey
Verbrauch: 1,10 m



Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 6. Mai 2020

Himmelblau, Meeresblau, Taubenblauer Mantel / MMM


Heute gibt es bestimmt auf dem MMM Laufsteg einen fröhlichen Reigen an frühlingshafter Garderobe zu bestaunen - schließlich hat der Wonnemonat Mai begonnen. 

Bei mir ist nähtechnisch noch kein Frühling, ich zeige meinen taubenblauen Wollmantel der bei den jetzigen Temperaturen sehr gut zu tragen ist - immerhin stimmt die Farbe auf Frühling ein, das ist ja auch was. 


Genäht habe ich den Mantel nach dem Schnitt Grasser 337, mein erstes Experiment mit dem russischen Label.  Zwischen Kauf des Schnittmusters und dem Nähen lagen viele Wochen - das führte dazu, dass ich die Nähanleitung nicht mehr finden konnte. Die Nähanleitung kam per Mail-Link, den Schnitt hatte ich direkt plotten lassen. 



Es spricht für den Schnitt, dass ich auch ohne Anleitung gut zurecht gekommen bin. Alle Schnittmusterteile sind vernäht, nichts übrig geblieben. 
Erwähenswert finde ich, dass es einen extra Schnitt für das Futter gibt - das kenne ich auch von Vogue und Co. - bei Burda oder Ottobre gibt es auch öfter die Variante, dass frau sich den Futterschnitt selber malen darf. 



Der Schnitt hat Vorder-, Rücken- und Seitenteil - so dass sich schöne Linien ergeben. Tiefe Abnäher von der Schulter bringen Platz im Brustbereich und sorgen für gute Passform am oberen Rücken. Ich habe die Schnitteile etwas tailliert und die Schultern etwas verschmälert- das war auch schon alles an Anpassungen.Gürtel und Gürtelschlaufen habe ich hinzugenommen, das macht den Schnitt für mich noch vollständiger.
 

Das Satinfutter in knalliger Farbe bringt gute Laune - für die Ärmel hätte ich aber besser ein anderes Futter wählen sollen, der Futterstoff ist recht fest und es gleitet nicht so easy wie gehofft im Arm. Das Armloch könnte einen Tick größer ausfallen, ein Blazer passt nicht mehr unter den Mantel, mit Kleid oder Pulli passt es jedoch ganz fabelhaft.


 Ein schöner Mantel für die kühle Jahreszeit. Cityfein aber auch sehr schön am Meer, wo sich das taubenblau vom Stoff ganz wundervoll in die Töne von Himmel und Meer einfügt.


Ich bin gerade in den letzten Woche überaus glücklich darüber am Meer zu wohnen. Der Blick kann in die Ferne schweifen und macht jede Ausgangsbeschränkung vergessen, der Wind bläst den Kopf frei und dank längerer Haare kann ich auf die Mütze verzichten (kein Friseurbesuch seit fast 10 Wochen ;-)


Stoffverbrauch:
2,30 m für Probemodell aus dem Bestand
2,50 m Wollstoff aus dem Bestand
2,00 m Mantelfutter neu gekauft



Dann werde ich gleich mal schauen, was die anderen Damen heute auf dem Laufsteg tragen. 
Vielen Dank dem Team vom MMM für Euren wunderbaren Einsatz und die Möglichkeit zur virtuellen Modenschau. Heute begrüßt uns Ina mit einer tollen roten Hose im Rapsfeld .... das kommt mir ganz bekannt vor ;-)



Dienstag, 28. April 2020

Über den Dingen stehen

Der Raps blüht - das ist doch wirklich etwas Schönes, farbenfrohes und "Normales" im Norden Deutschlands. 



Fotos im Rapsfeld - das wollten wir schon länger umsetzen, da traf es sich gut, dass ich nach Ostern einige Tage Urlaub hatte. 

Neben der Roten Hose, die noch einen Extra-Post bekommt trug ich eine Jacke, die ich bereits im Januar nähte. Knapp 2 Meter Wollstoff aus dem Bestand konnte ich verarbeiten - schon eine ganze Weile lag der Stoff im Regal und wusste nicht genau was er werden wollte...



Gewählt habe ich den Schnitt Vogue 9133, den ich schon im letzten Jahr ausprobieren konnte.



Diese Jacke ist wesentlich dünner, der Stoff ist kein Mantelstoff, sondern würde auch für Rock und Blazer funktionieren. So habe ich nun eine leichte, lässige Jacke, passend zu Hosen im Schrank, die man fix überwerfen kann. 


Die Taschen sind unsichtbar aufgenäht, das hat diesmal wirklich gut geklappt und die Passform gefällt mir auch insgesamt sehr gut. 


 Beim Futter habe ich vernäht was vorhanden war - sieht außer Euch niemand ;-) Weil der Wollstoff für den Beleg nicht reichte, griff ich auf eine ausgediente Jeans zurück.


 Was lässt sich noch sagen?
1. Ich würde sooo gern zum Friseur gehen! 
2. Es war eine gute Idee einen gewöhnlichen Tritthocker mit auf das Rapsfeld zu nehmen - da hatte ich für kurze Zeit das Gefühl über den Dingen zu stehen und den Überblick zu haben. 



Haltet durch! 
Freut Euch an der Natur und wir sehen uns hoffentlich nächste Woche beim MeMadeMittwoch.

Mittwoch, 1. April 2020

Auffällig / MMM


Huiii schon wieder ein Monat rum... Zeit für den MMM. In den letzten Wochen bin ich aus Gründen so gar nicht zum nähen gekommen. Gut, dass das Herzblatt und ich bereits im Februar das erste Kleid 2020 fotografiert haben.



"Damals" im Februar, als die Elphi noch nicht geschlossen war. 

Zu diesem  Kleid hat mich der Blogbeitrag von Gabis Nähstube inspiriert. 
Dieser Stoff, will ich haben! Der Schnitt - so prima zu diesem Schnitt - will ich haben!


Also kaufte ich Stoff und Schnitt Burda 6381 und nähte das Kleid. 
Bei einem Probemodell verbrauchte ich immerhin noch etwas Bestandsstoff (Stoffdiät!), denn die restlichen Zutaten musste ich neu kaufen. 



Das große Muster ist schon besonders und recht auffällig, daher habe ich dem Schnitt "Schulterklappen" spendiert um etwas Ruhe reinzubringen. 


Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, wenn auch nicht begeistert. Ein Schnitt mit sowenig Figurformung durch Abnäher ist nicht ganz mein Beuteschema - für diesen Stoff ist das ok. Für weniger auffällige Stoffe wähle ich doch lieber Schnitte mit weiteren Teilungsnähten oder Abnähern, die das Kleidungsstück auf Figur bringen. Der Stoff ist recht fest und steht irgendwie um einen herum .... kein Anschmiegen, kein Schmeicheln - eher ein spröder Geselle, der auf Abstand geht. 



Für ein schöneres Tragegefühl habe ich das Kleid komplett gefüttert. Mit dichten Strumpfhosen und Stiefeln (und Unterkleid) kann es auch in der kalten Jahreszeit getragen werden. 

Die Kolleginnen im Büro waren etwas verwundert, dass ich auch "Muster"trage - tja wie schön, wenn man immer für eine Überraschung sorgen kann. 



Derzeit ist das Pubilkum im Büro sehr übersichtlich ... ca. 88% der Kollegen arbeiten im Homeoffice. Für mich und die verbleibenden Kollgen trage ich dennoch fast jeden Tag ein Kleid - lediglich bei der Schuhwahl mache ich akutell Zugeständnisse, trage Sneakers statt Pumps. 

Bin gespannt, ob es heute auf dem MMM Laufsteg ausgesuchte Mode für das Homeoffice zu bestaunen gibt oder schon viele Frühlingsimpressionen. Hach ich freue mich schon sehr auf den Bummel durch die Galerie!

Bleibt alle tapfer und gesund! 

Mittwoch, 4. März 2020

Im Zentrum / MMM


Ist es zu glauben, heute rufen uns die Damen schon zum März-MeMadeMittwoch!



Heute kann ich nun endlich das Sixties-Kleid mit interessanter Linienführung zeigen, das ich Anfang Dezember genäht habe. 


Der Schnitt bringt ein Kleid in leichter A-Form mit Dreieck-Einsätzen im Front- und Rückenbereich hervor. In den Nahtlinien sind die Abnäher untergebracht, so dass ein guter Sitz am Körper erreicht wird. 

Der Schnitt ist von Simplicity und wie gewohnt sehr gut beschrieben und mit vielen Markierungen und Hilfslinien versehen.  

Die Änderungen am Schnitt begrenzten sich bei mir auf Weitenanpassung an der Seitennaht, eine Kürzung von 1,5 cm oberhalb der Taillie - und eine etwas knifflige Änderung am rückwärtigen Einsatz, weil das Kleid unterhalb der Schultern doch zu unförmig war. 




Nähtechnisch fordert der Schnitt Korrektheit, damit die Einsätze in der Mitte gut aufeinander passen. An den Seitennähten und in der hinteren Mitte musste ich kleine Zugeständnisse machen, nicht jede Linie läuft ganz exakt....Im normalen Bewegungsablauf fällt das jedoch kaum auf und mir gefällt das fertige Kleid sehr gut. 





Der rostrote leichte Wollstoff ist eine schöne Farbergänzung im Kleiderschrank und lässt sich prima mit dunkelblau kombinieren. Die relativ kurze Form des Kleides funktioniert mit blickdichten Strümpfen gut, mal sehen, welche Kombinationen sich im Frühling bei wärmerem Wetter ergeben.


Die Fotostrecke entstand am Wochenende während eines Besuches in meinem Heimatort. 
Der Platz um die kleine Dorfkirche war viele Jahre das Zentrum meines Alltags - hier war die Bushaltestelle und jeden morgen stieg ich mit den anderen ca. 25 Kindern und Jugendlichen in den Schulbus und kam am Nachmittag wieder dort an. 


Damals war die Kirche in keinem guten Zustand, viel Gestrüpp wucherte um das Gebäude herum und während wir auf den Bus warteten, wurde so manches Versteckspiel und sonstiger Unfug in den Sträuchern angezettelt. Nachmittags und abends hing die Dorfjugend an der Bushaltestelle ab ... 

  

Bis ich zur Schule kam, wohnte meine Familie ganz nah an der Bushaltestelle, später stand unser Haus 10 Gehminuten weiter weg - so manches Mal mussten meine Geschwister und ich rennen, um dem Bus noch zu erwischen, wenn wir auf dem Weg getrödelt hatten... 



Heute macht der ganze Platz einen sehr aufgeräumten und großzügigen Eindruck - kein Vergleich mit dem Bild in meiner Erinnerung. Der Bus hält immer noch an der Kirche.... wobei der Schulbus wohl heute durch zahlreiche Elterntaxis ersetzt wird. 

 

Ich bin gespannt, welche Geschichten sich hinter den Kleidern oder Fotos der anderen Damen  heute auf dem MMM Laufsteg entdecken lassen. 
Vielen Dank für die Organisation - ich freue mich schon sehr auf den Bummel durch die Galerie.