Montag, 8. Februar 2016

Wochenendprojekt

Unterwäsche zu nähen ist für mich ein schönes Wochenendeprojekt. Es gibt ausreichend Nähzeit am Stück um einen ganzen Schwung neuer Unterbuxen fertig zu stellen. 
2 m Wäschstoff sowie ca. 20 m Wäschgummi habe ich vernäht....




..... zu insgesamt 8 Unterbuxen. 
Als Schnitt habe ich DL21 von MakeBra verwendet.


Es fühlt sich zwar ein wenig an wie Fließarbeit ... aber wenn man die fertigen Stücke dann in den Schrank räumen kann ist alles prima. 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche!

Mittwoch, 3. Februar 2016

Mustergültig kleinkariert / MMM

In der Bürogarderobe gibt es traditionell viele unifarbene Kleidungsstücke, 
Blazer, Hose, Rock - schwarz, grau, dunkelgrau, rot...
gemusterte Shirts mag ich darum sehr gern, weil sie das Outfit weniger uniform wirken lassen, aber nicht zu aufdringlich sind.

Jersey-Muster zu finden, die nicht zu wild, zu blumig, zu niedlich sind, ist aber immer Glücksache. Hier hatte ich Ende November Glück, in Bremen. Viskosejersey mit "kariertem" Muster in weiß, rot, schwarz, dunkelgrau. 

Damit es nicht nur ein einfaches Shirt wird, habe ich eine Schluppe angenäht.


Ohne eine Jacke drüber ist es schon sehr auffällig, die Schluppe bringt trotdem ein klein wenig Seriösität, denke ich mir jedenfalls.


Schwarze Hose, buntes Shirt, schwarzer Blazer. 



Zum roten Rock habe ich das Shirt auch getestet...

... zusammen mit dem Blazer eine gute Wahl.  
Der Schnitt ist einer meiner Standards von Ottobre oder Burda. Die Schluppe ist an ca. ca. 2/3 des Halsausschnittes angenäht, teilweise mit Handnaht. Die vordere Ausschnittkante ist mit einem Schrägstreifen verstürzt. 
Schnell genäht und trotzdem mehr als ein normales Shirt. Ich trage es sehr gern. 
Vielleicht kürze ich die Ärmel noch auf 3/4, aber als ich das Shirt genäht habe, wollte ich ganz unbedingt angesichts des Winters ein Langarmshirt.

Shirt, Bluse oder Kleid ? Was tragen die Damen heute? Auf dem MMM Blog ist der Laufsteg eingerichtet.
Vielen Dank für die Organisation!

Montag, 1. Februar 2016

Erfahrungsbericht Nähmaschine Pfaff Creative 2.0

Marja Katz sammelt auf ihrem Blog Erfahrungsberichte über Nähmaschinen. Dazu hat sie einen umfangreichen Fragebogen erstellt.

Heute stelle ich meine "Hauptnähmaschine" Pfaff Creative 2.0 vor. Die Zweitmaschine Janome MC 5200 folgt.



Anschaffung und Folgekosten


Welches Modell hast Du, welchen Preis hatte Deine Nähmaschine und wann hast Du sie gekauft?

Gekauft Ende 2009

Pfaff Creative 2.0 mit Stickmodul, Preis 2500 EUR
 


Findest Du das Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen?

Grundsätzlich ja, es sind zwei Maschinen in einer, das wollte ich damals so haben. Ähnliche Modelle anderer Marken lagen ähnlich. Bei der Pfaff hat mich das Design überzeugt und der bekannte Name. Heute würde ich keine Stickmaschine mehr kaufen. 


Welche Eigenschaften waren für Dich ausschlaggebend für die Kaufentscheidung?

Nähen und Sticken, tolles Design, Obertransport, umfangreiches Zubehör, viele Stiche und viele Möglichkeiten selber Einstellungen zu ändern von Stichlänge, Stichbreite, Fadenspannung, Nähfußdruck usw.  automatische Knopflöcher, großer Durchlass, helles LED Licht

Leicht zugängliche Fächer für Zubehör.
 

Die Stichübersicht ist gut lesbar auf der Innenseite des oberen Deckels angebracht.

 

 Der Deckel lässt sich zuklappen, wenn die Maschine nicht genutzt wird – so kann man die Maschine auch ohne Haube gut stehen lassen. 
 


Wieviel Zubehör wird mitgeliefert und wie teuer ist ein eventuelles Nachrüsten von Zubehör, z.B. Nähfüßchen?

Die wichtigsten Füße waren dabei. 

Zusätzlich habe gekauft habe ich:

Fuß für nahtverdeckten Reißverschluss

Falterleger-Fuß / Ruffler

Knopfannähfuß

Nahtschattenfuß


Die einfachen Nähfüße kosten zwischen 9 und 20 EUR, der Ruffler war teuer 69 EUR oder so.



Wieviel Zubehör gibt es insgesamt für Deine Nähmaschine, welches davon hast Du und welches davon nutzt Du am meisten? Welches möchtest Du unbedingt noch anschaffen?

Ich habe alles was ich brauche und auch mehr. Habe mir z.B. einen zusätzlichen großen Anschiebetisch gekauft und der steht nur rum. Es gibt viele weitere Nähfüße für Verzierungsarbeiten, Perlenanähfuß usw. das brauche und will ich nicht.

Eine Gradstichplatte werde ich vielleicht noch kaufen, um feine Stoffe besser zu nähen und eventuell auch einen Teflonfuß für LKW Plane. 


War Deine Nähmaschine schon einmal kaputt? Kannst Du eine Aussage darüber machen, ob die Reparatur- oder Wartungskosten hoch sind (z.B. aufgrund aufwendiger Elektronik)?

Zwei Wochen nach dem Kauf stand ich mit der Maschine wieder im Laden. Das Stickbild war unzureichend und auch beim normalen Nähen fand ich die Nähte nicht so sauber wie erwartet. Es stellte sich heraus, dass die Unterfadenspannung an der Spulenkapsel zu locker eingestellt war. Eine Drittel-Drehung an der entsprechenden Schraube und alles war gut.

Ärgerlich war, dass die Bedienungsanleitung nicht beschreibt, wie man an der Spulenkapsel die Fadenspannung einstellt. Im Laden wurde mir das gezeigt. 



Den zweiten Defekt hatte ich im Sommer 2015. Das Nahtbild war eine Katastrophe, der Unterfaden bildete Schlaufen. 



Im Fachgeschäft brauchte es zwei Anläufe damit der Fehler behoben war. Insgesamt hat das 100 EUR gekostet. Die Reparaturkosten waren in meinen Augen ok, dass der richtige Fehler erst beim zweiten Mal gefunden wurde, hat mich jedoch sehr enttäuscht. Ebenso das Gefasel von Markengarn verwenden und Co.

Das bei einer so eine hochwertige Maschine die Kalibrierung der Fadenspannung nach 5,5 Jahren im Eimer ist, hat mich sehr geärgert. Ich habe damals ein wenig zu Pfaff recherchiert – hier nachzulesen


Wartungskosten für die Reinigung der Maschine liegen bei ca. 50 EUR. Allerdings braucht die Maschine eigentlich keine Wartung, hat mir der Monteur erzählt. Ab und an reinigen und leicht ölen, das kann man auch daheim. Bei einer Overlock ist eine professionelle Reinigung wichtiger, weil dort viele mechanische Teile arbeiten. 

Seit der erfolgreichen Reparatur näht die Maschine ohne Ausnahme sehr gut, sogar besser als vor dem Defekt. Eventuell hatte das Fadenspannungsaggregat von Beginn an eine Macke und jetzt ist es endlich richtig kalibriert.


Wo würdest Du Dein Modell einordnen (Holzklasse, Mittelklasse, Luxusklasse) und für wen würdest Du es empfehlen (Anfänger, Fortgeschrittene, Profi)

Ich würde die Maschine als Luxusklasse für Hobbyschneider sehen, sowohl was die Möglichkeiten der Maschine angeht, als auch das Preisgefüge.

Vom Anfänger bis zum Profi auf der Maschine können alle nähen. 



Praktikabilität


Wie groß und wie schwer ist Deine Nähmaschine?

Ca. 10 kg. Durch das Gewicht steht die Maschine sehr stabil, das gefällt mir gut.

Breite 50 cm, Höhe 30 cm bei geschlossenem oberen Deckel, Tiefe 22 cm . Die relativ große Breite erklärt sich mit dem großen Durchlass der Maschine, der ist mit 25 cm wirklich sehr komfortabel. 


Kommt Deine Nähmaschine für einen Auf- und Abbau bei flexiblen Arbeitsplätzen in Frage oder ist sie eher für feste Arbeitsplätze geeignet?

Am besten ist ein fester Platz, die Maschine ist groß und schwer. Müsste ich sie stets wegräumen, wäre das ziemlich nervig. 


Wie aufwendig ist Abbau/Verpackung/Transport für gemeinsame Nähkränzchen?

Haube drüber, Gaspedal einpacken und fertig. Sie ist dennoch groß und recht schwer, die Hartschalen-Haube hat beim Transport schnell einen Riß bekommen. Es ist dann doch einfacher einen Kopfkissenbezug drüberzuschmeißen und die Maschine ohne die Hartschalenhaube zu tragen.  


Lässt sich die Nähmaschine gut reinigen oder kommst Du an einige Stellen gar nicht heran?

Wenn man sich erstmal getraut hat die Stichplatte zu entfernen um den Bereich um die Unterfadenspule zu reinigen ist alles prima.

Hilfreich wäre es, wenn man die Führung des Oberfadens rankommt, aber da ist das Gehäuse starr – keine Möglichkeit ranzukommen. 


Wie ist die Helligkeit der Beleuchtung?

Zwei LED Leuchten sorgen für perfektes Licht, sehr hell, blendfrei



Wie laut ist die Maschine?

Normal laut, würde ich sagen. Ich nähe abends, auch bis nachts 1 Uhr – es hat sich noch nie ein Nachbar beschwert. 


Ist die Maschine intuitiv bedienbar?

Mir gefällt die Bedienung über die Tasten, es gibt ein Zahlenfeld für die Stichauswahl, das finde ich sehr komfortabel gegenüber Maschinen wo man einzeln zwischen den Stichen blättern muss oder gegenüber Touchpads für die es noch einen Bedienstift gibt

 


Ist die Bedienungsanleitung ausführlich genug?

Ja und nein. Zierstiche, Stickmodul und Dinge die man selten braucht, werden ausführlich erklärt, aber wie die Unterfdenspannung an der Spulenkapsel zu regulieren ist, steht nicht drin.



Kann man die Nähmaschine auch ohne Pedal bedienen?

Ja, es gibt einen Startknopf, der auch bei angeschlossenem Pedal funktioniert. Praktisch bei Knopflöchern oder gewissen Zierstichen und beim Sticken. 


Näheigenschaften


Welche Nähmaschine(n) hattest Du bisher? Wie schätzt Du Deine Maschine im Vergleich dazu ein?

Pfaff Hobby 317, mechanische Maschine, die ich Anfang der 1990er nutzte, dann kam die große Pfaff. Inzwischen habe ich noch auf der Janome DC 4030 und der Janome MC 5200 genäht.

Am liebsten nähe ich auf der Pfaff. Die Janome Maschinen sind sehr schön haben auch ausreichend Nähmöglichkeiten. Das Handling an der Pfaff gefällt mir aber besser als bei Janome, auch funktionieren die Nähfüße für nahtverdeckten RV, Nahtschatten und Knopfloch besser als bei Janome. 


Wie oft nähst Du? Was nähst Du hauptsächlich und findest Du Deine Nähmaschine dafür ungenügend, perfekt ausreichend oder etwas oversized?

Ich nähe auf der Pfaff 3 bis 4 mal die Woche jeweils 2 bis 4 Stunden, hauptsächlich Bekleidung für mich. Die Maschine bietet alles was man dafür braucht. Die vielen Zierstiche sind allerdings unnötig. Ein echter Marketing- Trick und kein Kundenutzen beim Bekleidungsnähen. 


Welches Feature fehlt Dir für Deine Näharbeiten und auf welches Vorhandene möchtest Du auf gar keinen Fall verzichten?

Mir fehlt nichts.

Unverzichtbar sind verstellbare Fadenspannung, verstellbarer Nähfußdruck, zahlreiche Nähfüsse, sehr gute Knopflöcher, ordentliches Stichbild, starker Durchstich, Einfädelhilfe für den Oberfaden, Aufspulen Unterfaden durch die Nadel, automatisches Absenken des Nähfußes beim losnähen.

Die große Stichplatte hat viele Markierungen, die das Nähen erleichtern. 
 


Der Obertransport ist gut, ohne ihn zu nähen bringt jedoch schlechte Ergebnisse. Pfaff wirbt immer mit dem tollen Obertransport – dabei ist es vielmehr so, dass Pfaff ihn braucht weil der Nähguttransport anders organisiert ist als bei anderen Fabrikaten.  Meine Janome Maschine hat keinen Obertransport, näht jedoch genauso gut.


Hat Deine Nähmaschine Features, die Du für unsinnig hältst?

Auf das Stickmodul würde ich heute verzichten, auf 110 von 120 Zierstiche ebenfalls. Man kann Zierstichreihenfolgen selber programmieren – reine Spielerei und kein Nutzen für mich.

Automatischer Fadenabschneider ist beim Sticken hilfreich, aber Reparaturanfällig

Der Unterfadenwächter ist überflüssig. Die Maschine stoppt, wenn der Unterfaden zur Neige geht. Dann sind aber meist noch 3 m Garn auf der Spule und man näht trotzdem weiter. Wer viel stickt hat davon vielleicht mehr Nutzen. 


Welche Knopflochfunktion(en) hat Deine Nähmaschine und bist Du damit zufrieden? Was könnte besser sein?

Automatisches Knopfloch, mehrere, insgesamt 8 Ausführungen, die Knopflöcher lassen sich in der Stichbreite der Raupen anpassen, die Länge der Knopflöcher wird in mm eingestellt.
 


Ich bin sehr zufrieden mit den Knopflöchern. Das klassisch Knopfloch bringt die besten Ergebnisse. Augenknopfloch etc. sind nicht immer symmetrisch.

Bei dicken Stoffen muss man manchmal etwas nachhelfen, damit der Stofftransport beim Knopfloch klappt und es hat sich sehr bewährt abreißbares Stickvlies unter den Stoff zu legen, dann klappt der Transport einfach besser. 


Potentielle Problemzonen


Wie näht Deine Nähmaschine enge Rundungen?

Bestens, da sich der Nähfuß automatisch senkt, kann man die Hände am Nähgut lassen. Der Nähfuß hebt sich auch automatisch wenn man aufhört zu nähen, das ist für Nähwinkelzüge sehr angenehmen. Diese Funktion lässt sich auch abschalten, falls man es bei einem anderen Stück nicht möchte. Die Nähgeschwindigkeit ist gut regulierbar über das Pedal, es gibt eine Taste, dann näht die Maschine im Schneckenmodus, gut für Kragen und Reversecken.



Ist das Stichbild sauber, auch bei sehr dickem Nähgut oder sehr schnellem Nähen?

Wenn die Fadenspannung stimmt hat die Maschine ein gutes Stichbild, auch bei dickem Stoff. Am Übergang zu dicken Stellen gibt es bei schnellem Nähen manchmal kleinere Stiche.


Ist der Stofftransport gerade und gleichmäßig, auch wenn Du den Stoff nicht aktiv führst?

Ja alles bestens.


Ist ein sauberes Nähen an Stoffkanten möglich, ohne dass sich die Naht oder der Stoff zusammenzieht? (Nahtanfänge, versäubern)

Bei dünnen Stoffen ist das manchmal etwas knifflig. Das Loch in der Stichplatte ist recht groß weil Stiche bis 9 mm Breite genäht werden können. Eine Gradstichplatte werde ich wohl noch anschaffen, dann sollte es auch mit Chiffon und Co. Keine Zicken mehr geben.



Werden elastische Stoffe problemlos genäht oder wellt der Stoff?

Nähfußdruck runter, Fadenspannung auch und ich kann dann sehr gut Jersey nähen. Wichtig ist die richtige Nadel. Allerdings nähe ich Jersey am besten mit Gradstich oder kleinem Zickzackstich – der elastische Stich  ist eher untauglich bei feinen Stoffen, weil der Stoff vor- und zurück geschoben wird und dann eher wellt.


Wie ist die Kontrolle über Nähgeschwindigkeit? Ist sehr schnelles oder sehr langsames Nähen (Stich für Stich) möglich?

Alles gut möglich. Per Taste lässt sich Nähgeschwindigkeit halbieren und dann näht die Maschine ganz langsam. 


Bei welchen Nähfragen kommst Du an die Grenzen Deiner Nähmaschine? Was funktioniert überhaupt nicht?

Habe schon alles genäht von hauchfeiner Seide bis LKW Plane – mit den richtigen Einstellungen und etwas Übung klappt es. 


Wie ist Dein abschließendes Gesamturteil in Kurzform? Auf einer Skala von 1 bis 5 – wieviel Sterne würdest Du Deiner Nähmaschine geben und warum?

4,5 von 5 Sternen

Die Maschine lässt keine Wünsche offen. Wenn sie heil ist und gut eingestellt näht sie sehr gut und schaut auch echt klasse aus. (Habe bisher noch keine Maschine gesehen, die mir von der Optik besser gefällt) Für den Ärger mit dem Fadenspannungsaggregat im Sommer 2015 gibt es etwas Abzug.

Mittwoch, 27. Januar 2016

Dem Ideal sehr nah / MMM

Das letzte genähte Kleidungsstück in 2015 ist ein Blazer, den ich heute ganz stolz beim MMM zeige. Zwischen Weihnachten und Silvester ist er entstanden, ich mag ihn sehr gern, trage ihn jetzt oft im Büro und habe auch von den (männlichen) Kollegen Komplimente dafür bekommen.



Genäht aus grauem Wollstoff mit leichter Struktur ist er wollig im Griff und wärmend. 


Genäht habe ich den Blazer nach dem Schnitt B6103 mit leichten Änderungen.

In der Länge habe ich kräftig gekürzt, aus dem einteiligen Ärmel habe ich einen zweiteiligen Ärmel gemacht, die Taschen ließ ich weg. Nach dem Probemodell aus alter Bettwäsche kürzte ich in der Taillie um 3 cm und habe vergegessen das beim Saum wieder zuzugeben. Jetzt ist der Blazer etwas kürzer als zunächst gewollt, aber für Röcke und zu weiten Hosen völlig ausreichend.

Der rote Rock ist nach dem Schnitt Norma, der braune lange Rock mein Winterliebling Vouge V1132


Die Ärmel waren zunächst etwas knapp, ich habe denn einen falschen Saum genäht und diesen mit dem Futterstoff verbunden. Jetzt habe ich im Schnitt 4 cm in der Ärmellänge zugegeben.


Die vertikalten Teilungsnähte gefallen mir an dem Schnitt besonders gut. Damit lässt sich der Schnitt wirklich gut anpassen und man muss keine Abnäher nähen an denen dann viele Stofflagen zusammenkommen. 
Der Blazer sitzt sehr bequem und ich fühle mich den ganzen Bürotag mit gut gekleidet. 


Das Futter ist der Rest vom blauem Frühlingsmantel - die Qualität des Futterstoffes ist dürftig, zu dünn. Da werde ich in Zukunft definitv auf bessere Futter-Materialien achten.


Wenn ich etwas versierter beim Blazernähen bin, wage ich mich auch an Ärmelschlitze, Paspel- und Pattentaschen. Für den Moment habe ich lieber ein gut sitzendes und fehlerfrei genähtes schlichtes Modell als viel Sonderausstattung bei der dann nähtechnisch etwas schief geht.

Der Stoffverbrauch für den Blazer ist ca. 2 m, dann bleibt ca. ein Rest von 80 cm x 50 cm übrig. 
Ganz im Zeichen von Stoffabbau, habe ich den Rest sogleich vernäht. 
 

Jetzt geht es aber zum MMM - auf dem Laufsteg finden sich auch heute wieder viele schicke Damen, angeführt von Gastbloggerin LeoLilie. Vielen Dank für die Organisation! 

Freitag, 22. Januar 2016

Nähmaschinen-Führerschein

Meine große Nichte (11 Jahre) hat noch vor Weihnachten im letzten Jahr den "Nähmaschinen-Führerschein" bei mir gemacht und durfte daraufhin meine alte Pfaff Hobby 317 mit nach Hause nehmen. Das war schon länger ihr Wunsch und wir haben bereits öfter gemeinsam genäht.


Mit vollem Eifer hat sie sich in unser Nähprojekt gestürzt - ein neues Nachthemd. 
Vor fast 4 Jahren habe ich ihr ein Nachthemd zum Geburtstag genäht. Damals bodenlang und heiss geliebt, heute endet es auf Kniehöhe und ist auch etwas knapp, aber immer noch heiß geliebt. 

Also haben wir ein neues Nachthemd nach gleichem (vergrößertem) Schnitt genäht. 
Links das alte Nachthemd, rechts da neue Exemplar. 


Nachmittags gegen 14 sind wir gestartet und haben dann bis 22 Uhr genäht, weil die junge Dame unbedingt in dem neuen Nachthemd schlafen wollte. Das einkräuseln der langen Stoffstreifen brauchte wirklich lange und sorgte zwischendrin für etwas Frust - schlussendlich haben wir aber alle Nähte gemeistert. Ich habe lediglich die Ärmel eingenäht und die Knopflöcher gemacht. Die meisten anderen Nähte hat meine Nichte selber genäht. Unterfaden musste neue aufgespult werden, Oberfaden mehrfach neu eingefädelt, Gradstich, lockerer Hefststich, Zickzackstich, knappartiges Steppen ... es sind doch allerhand verschiedene Dinge zu beachten und dabei kann man eine Nähmaschine gut kennen lernen. 

 
Am zweiten Tag war sogar noch Zeit  ein Schnittmuster für einen Beutel zu erstellen, zuzuschneiden und zu nähen - als Weihnachtsgeschenk für die Großeltern.


Seit die Nähmaschine bei mir aus- und bei meiner Nichte eingezogen ist, wurde weiter genäht. Gerade vor wenigen Tagen wurde das erste Element der Harry-Potter-Schuluniform fertig - ein Zauberermantel außen schwarz, innen rot und auch mit Taschen.

Zwischendrin war es etwas haklig beim zusammennähen von Außen- und Innenmantel - telefonische Fernbetreuung in Nähfragen kann ziemlich missverständlich sein.



Jetzt ist der erste Umhang fertig und demnächst wird aus schönem Satinstoff  ein zweites Exemplar genäht.


Der Faltenrock auf dem Foto wird dann in Kürze durch einen grau-blauen Hogwarts Faltenrock ersetzt, den wir zusammen nähen werden. Ein echter Harry Potter Fan will schließlich auch entsprechend ausgestattet sein ;-)

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!


Mittwoch, 20. Januar 2016

Der Rock zum Blazer / MMM



Heute zeige ich meinen neuen Rock, der passend zu meinem Wollblazer entstanden ist. 
Mein erstes Kostüm. Bürotauglich und winterwarm.


Eigentlich hatte ich geplant aus dem Stoff Blazer, Hose und Rock zu nähen, dafür hatte ich 4,50 m Stoff eingekauft. Der Stoff ist jedoch untauglich für Hosen, zu locker - eine Hose würde sich beim Tragen schnell auflösen und außerdem ist der Stoff etwas zu kratzig für eine Hose.

Es war also reichlich Stoff für einen langen Rock vorhanden. 

Genäht habe ich den Rockschnitt Vouge V1132, Dodo hat davon viele schöne Exemplar und ich inzwischen auch immerhin vier Varianten. Lange Röcke sind toll, vor allem im Winter.

Der Stoffverbrauch liegt bei 2,20 m und nochmal 1,60 m für das Futter. Zusammen mit Strumpfhosen und Stiefeln ist das herrlich warm bei winterlichem Wetter....


Wenn es nicht gar so kalt ist, lässt sich der Rock auf mit halbhohen Schuhen tragen, die habe ich auch in einem schönen Rot, passend zum Gürtel und zum Shirt.


Die Fotos sind beim Shooting für das Weihnachtskleid im Yachthafen von Kühlungsborn entstanden, da war es reichlich windig. So langsam habe ich keine Lust mehr auf Wind-Fotos, das ist wirklich anstrengend und den schönen Fall des Stoffes kann man nur erahnen.... Ich hoffe die Fotoecke daheim lässt sich jetzt, wo der Tannenbaum weg ist und die Tage schon wieder etwas heller werden, wieder nutzen. Outdoorfotos hebe ich mir dann für windstille Tage auf ;-)

Bin gespannt, was die anderen Damen heute beim MMM zeigen.  Die erste auf dem Laufsteg ist Dodo in einem Wow-Mantel. 


Mittwoch, 13. Januar 2016

Lieblingsstück 2015 / MMM

Es ist eine schöne Tradition beim ersten MMM im Janaur das Lieblingsstück des vergangenen Jahres herzuzeigen. 

Im letzten Jahr fiel mir die Wahl recht schwer und ich habe mich mit folgenden Fragen an die Auswahl herangetastet. 

a)  Ist das Lieblingsstück jenes, das am meisten getragen wurde? 

b) Oder jenes, dass die meisten Komplimente brachte? 

c) Oder jenes Kleidungsstück, dass beim Nähen am meisten Freude bzw. Stolz bereitet hat?  

d) Das Kleidungsstück mit dem ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllt habe?

Eindeutiger Sieger bei Frage a) ist mein Nachthemd. Das nur der Vollständigkeit halber, denn beim MMM darf ich damit nicht punkten - es fehlen die Bilder an der Frau ;-)



Sieger in allen andere Kategorien ist mein blauer Mantel. Fast so oft getragen wie das Nachthemd aber  mehr "Wow-Gefühl" und Stolz auf die geleistete Näharbeit - ich liebe ihn heiss und innig!


 Ausführlicher Post zu diesem Mantel

Im Moment stehen die Zeichen auf Wintermantel. Er ist schon zugeschnitten .....

Ich bin gespannt welche Kleidungsstücke die anderen Damen zu den Lieblingen 2015 erwählt haben und werde ausgiebig durch den MMM Blog stöbern.
Claudia führt die Parade in einer traumhaften Jeanshose an, vielen Dank für die Organisation!


Freitag, 8. Januar 2016

Statistik 2015 und Pläne 2016

Innerhalb eines Jahres kommt es mir meist nicht in den Sinn den Nähoutput zu zählen ... zum Jahresende hingegen treibt mich dann doch ein innerer Drang zu einer Bilanz. 

Das Jahr 2015 war sehr reich an Nähoutput und ganz ganz mager beim Stricken. 
Wer wegen Bahnstreik Bus statt Zug fährt verliert einfach viel Strickzeit... am Ende stehen 4 Paar Socken und zwei Häkelmützen in der Bilanz.

Hier sind die Näh-Fakten:

25 Shirts und 7 Cardigan und auch 24 Blusen bzw. Blusentops





9 "Tages"Hosen und 4 Schlafhosen 


9 Röcke



5 Kleider davon zwei für mich und drei für andere




7 Mantel / Jacken / Blazer




34 andere Projekte von Babydecke über Kinderschürzen, Unterwäsche bis zu Glücksschweinchen 


Ich freue mich besonders, dass ich meine Angstgegner Mäntel und Blazer "geschlagen" haben. In diesem Bereich geht es auch in 2016 weiter - Blazer + Hose + Rock = Kostüm/Anzug und das am besten in verschiendenen Stoff- und Schnittvarianten. 

Pläne, Pläne und ein großes ABER
Ganz aktuell versprüre ich einen großen Drang nach einem richtig warmen Wintermantel... mal sehen ob dieser Drang am Wochenende auch noch vorhanden ist und ich zum Zuschnitt schreite. 
Un dann hätte ich noch Pläne für zwei Blazer + Hose aus schönem winterlichen Wollstoff. Grau mit Fensterkaro, blau mit braunen Nadelstreifen, hach...

Ganz besonders freue ich auf den März und Sewing by the sea. Ich bin sehr gespannt wie das wird und freue mich schon jetzt darauf mich in einen Rausch zu nähen und andere Nähverrückte kennenzulernen. 

Allergings gibt es für meine Nähprojekte in 2016 ein großers ABER. 
Diese ABER heißt STOFFDIÄT =  keine neuen Stoff kaufen. 
In 2015 habe ich das von Mitte Mai bis Mitte Oktober gut durchgehalten ... es ist aber immer noch reichlich Stoff vorhanden... 

Wenn es also einen dicken Wintermantel geben wird, dann aus vorhandenem Material. Immerhin würde  der Stoffberg gleich um 2-4 m schrumpfen - dafür werde ich bei Farbe/Muster wohl einen kleinen Kompromiss machen müssen.  

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!