Donnerstag, 3. September 2009

Urlaubshäkelei und "Wer den Schaden hat..."

Bevor ich Euch am Wochenende noch einige Fotos von unserer schönen Motorradtour nachreichen werde, will ich auch wollige Erfolge zeigen :-)

Ich habe im Urlaub gehäkelt, und das mit Freude!

Entstanden ist eine Tasche für meine kleine Digicam, passend in *Wagenfarbe*.



Ich mag kleine bunte Taschen, sich gut wiederfinden lassen in den Abgründen einer Handtasche, Megaschublade oder eines Tankrucksackes.... Ihr wisst sicher wie das ewige Suchen schwarzer Gegenstände in dunklen Taschen ist *nerv*

Die Kamera meiner Freundin habe ich schon letztes Jahr mit einem passenden Kleid ausgestattet, es ist im Einsatz, wie das "Geschwisterbild" zeigt, ja auch unsere Kameras sind ähnlich *wunder*.


Ach wie zu sehen, war auch schon im letzten Jahr Türkis in :-)

Jetzt ein kurzer Abriss der Serie "Pleiten, Pech und Pannen" ganz aus dem Leben gegriffen.

2. Tag der Rückreise von Italien am letzten Samstag nach 100km und ca. 1 h Fahrzeit: Panne um 10.30 Uhr. Motorrad "Blümchen" sagt keinen Muks mehr, wahrscheinlich die Batterie.*Schock*

Wir befinden uns auf einem kargen Autobahnrastplatz, mitten in der Po-Ebene, so spannend wie ein weißes Blatt Papier. Gefühlte 40 Grad im Schatten. Abschleppdienst, warten, kurzer Austausch mit der Werkstatt, warten, warten, warten, warten.... dann das Wunder: neu eingebaute Batterie. Die Reparatur frisst die Bargeldreserven - noch 40 EUR Restbestand und fast leere Tanks - keine Chance am Wochenende in Italien auf Kreditkarte zu tanken. Wir können weiterfahren. Es ist 16.30 Uhr.

Nach 100 km und 1 h Fahrt: Hagelkörner so groß wie 2Euro-Stücke, Wolkenbruch, Gewitter.... Regensachen anziehen. 20 Bargeld für Benzin.

Weiterfahrt bei starkem Regen und einbrechender Dunkelheit - ein Traum auf dem Motorrad. Das rettende Hotel 10 km nördlich von Trento gegen 21 Uhr erreicht - was für ein Tag!

Sonntag Weiterfahrt bei trockenem kühlem Wetter (15 Grad Temperatursturz), Landstraßen. Gegen 12.30 Uhr: Der Brenner gesperrt. Großartig! - Umfahrung würde 3 Stunden dauern. Also gewartet, bis das große Radrennen vorbei war, Weiterfahrt nach 2 Stunden. Sonntag 16.30 Uhr glücklich Ankunft in München. Geplante Ankunft: Samstag 20 Uhr.

Montag: Flug nach Hamburg 14.10 Uhr, Streik bei Airberlin. Warten, warten, warten ... 3 Stunden Verspätung.

Frau ist erholt und es bleibt dabei: Eine schöner Urlaub ist zu Ende. Und die Reise-Abenteuer auch *aufatme*.

Mittwoch abend: Maratonsitzung bei Geschäftspartnern seit 15 Uhr, Ende gegen 00.20 Uhr. Zu zweit per Fahrstuhl in die Lobby, Auto draußen gepart. Eingeschlossen in der Lobby, alle Türen auf Nachtsperre. Es geht weder raus noch rein, gefangen im Glaskäfig. Per Handy Hilfe geholt, gemeinsam den Notausgang gemeistert. Kollege setzt mich vor der Haustür ab. 00.55. Haus- und Wohnungsschlüssel nicht zu finden *Panik*. Handtasche wird ausgeschüttet und einsortiert - kein Schlüssel! *Panik, Panik* Kein Zugang zur Wohnung 01.00 Uhr, mitten in der Woche. *Wut*

Also in nächste Hotel, nochmal die Handtasche geflöht - kein Schlüssel, natürlich auch keine Zahnbürste und kein Nachthemd. Hotelzimmer, per Vorkasse 100 EUR (wer kommt schon seriös mitten in der Nacht ins Hotel??? ) Endlich ein Bett! Endlich eine Dusche! ABER: Im Bad liegen noch Handtücher des Vormieters - muss beim Zimmerputz vergessen worden sein *kurz vor dem Wahnsinn*. Was für ein Tag!

Donnerstag 9 Uhr ins Büro, die Kollgen machen mir die Tür auf. Mein Schlüssel liegt unschuldig auf dem Schreibtisch. Erst mal nach Hause und die Spuren der Nacht beseitigt, 10.30 Uhr nächster Termin.

Wer bis hier beim lesen durchgehalten hat, darf sich mit mir freuen, dass nun alles überstanden ist!

Tage gibt es.....

Ich sollte besser die nächsten Tage und Nächte einfach nur im Büro bleiben und arbeiten oder zu hause und stricken...


Kommentare:

  1. Ui, das waren ja richtige Abenteuer, die du überstehen musstes. Ich wäre für daheimbleiben und stricken, was ja nicht so abenteuerlich ist. Aber wenn Arbeit sein muss, dann muss es halt ;) Es kommen bestimmt auch wieder ruhigere Tage auf dich zu.
    Wolligen Gruß
    Stephanie

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  2. Huch, das waren ja echt abenteuerliche Tage! Das reicht ja locker für die nächsten Jahre an Unannehmlichkeiten.

    Ich wünsch dir ein supertolles Wochenende
    Tanja

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  3. Ich hoffe, der Urlaubseffekt ist nicht schon wieder verpufft nach deinen Erlebnissen im Arbeitsleben. Daheimbleiben und stricken schön und recht, nur leider geht das selten. Wünsche dir wenigstens ein entspanntes Wochenende!
    Liebe Grüße von Margot, die voller Neid auf deine bunten Täschchen blickt

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  4. Na Du machst ja Sachen ;-)) Urlaub ist doch zur Entspannung !!! Zumindest kannst Du behaupten, in deinem Urlaub etwas "erlebt" zu habe, das ist ja auch was ;-)Schön das alles doch noch ein gutes Ende gefunden hat und ihr wieder heil und Gesund zu Hause angekommen seid.Und Deine Urlaubshäkelei ist nett,eine Idee umgesetzt.

    ganz lieb grüßt Bremate, dankend über Deine lieben Kommentare ;-)

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